Festland

Festland


Die langen Strände des tansanischen Festlandes werden im Vergleich zum berühmten Sansibar Archipel selten besucht. Von der fast 6 Millionen Einwohner großen Küstenmetropole Dar es Salaam bis hinauf in die wichtige Hafen- und Industriestadt Tanga, nahe der Grenze zu Kenia, finden sie Kleinode wie die alte deutsche Kolonialhauptstadt Bagamoyo und das arabisch geprägte Pangani.

An der Festlandküste gegenüber von der Insel Ugunja, der Hauptinsel des Archipels Sansibar, liegt der kaum besuchte Saadani Nationalpark. Dieser erst 2005 geformte Park ist der einzige in Tansania, in dem Sie nach einer heißen und anstrengenden Pirschfahrt im 4×4 Fahrzeug direkt im Anschluss im indischen Ozean baden können. Der Saadani Nationalpark grenzt direkt ans Meer und beherbergt unter anderem grüne Meerkatzen, unterschiedlichste Vogelarten und die seltenen Suppenschildkröten.



Festland Küste:


Ein Badeurlaub an der Festlandküste bietet sich für Menschen an, die es gerne etwas weniger touristisch mögen. Viele unserer Gäste, die Tansania ein zweites mal bereisen, entscheiden sich für einen Aufenthalt an der Küste zwischen Dar es Salaam und Tanga nach einer Süd Tansania Safari.


Hierzu bietet sich ein Flug mit Ihrer internationalen Airline nach Dar Es Salaam an. Wir haben eine Auswahl an Hotels und Lodges, aufgeteilt in die drei Gebiete Dar es Salaam, Bagamoyo und Pangani für Sie bereitgestellt.



Dar es Salaam


Bis 1974 war Dar es Salaam die Hauptstadt Tansanias. Es ist die wichtigste Stadt des Landes in den Bereichen Kunst, Mode, Medien, Musik, Film und Fernsehen und ist ein führendes Finanzzentrum der Region.


Zwei der bekanntesten Museen in Dar sind das Nationalmuseum und das Makumbusho Cultural Center & Village Museum. Das Nationalmuseum ist der Geschichte Tansanias gewidmet, vor allem zeigt es einige der Knochen von Paranthropus boisei, die zu den Funden in der Olduvai Schlucht im Ngorongoro Schutzgebiet gehören. Das Makumbusho Cultural Center & Village Museum am Rande der Stadt an der Straße nach Bagamoyo zeigt traditionelle Hütten aus 16 verschiedenen tansanischen Volksgruppen. In der Nähe des Nationalmuseums befinden sich auch die botanischen Gärten mit tropischen Pflanzen und Bäumen.


Es gibt Strände auf der Halbinsel Msasani nördlich von Dar es Salaam und in Kigamboni im Süden. Ausflüge zu den nahe gelegenen Inseln des Dar es Salaam Marine Reserve sind ein beliebter Tagesausflug von der Stadt und ein Ort zum Schnorcheln, Schwimmen und Sonnenbaden.


Bekannte Strände in Stadtnähe sind z.B. Coco Beach (nicht gut zum Baden, aber schöne Strandbars), Kigamboni (feiner Sandstrand, sauberes Wasser) und an der Insel Bongoyo (perfekte Badebedingungen), die sie per Boot von Msasani aus erreichen.



Bagamoyo


Die Stadt Bagamoyo (auch Bagamojo) wurde Ende des 18. Jahrhunderts gegründet. Es war die ursprüngliche Hauptstadt von Deutsch-Ostafrika und war einer der wichtigsten Handelshäfen entlang der ostafrikanischen Küste. Heute hat die Stadt ungefähr 30.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Bagamoyo Distrikts.


Ein Spaziergang durch die engen, nicht asphaltierten Straßen von Bagamoyo führt Sie zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt eine der wichtigsten Siedlungen an der ostafrikanischen Küste war und den Endpunkt der Handelskarawanenroute zwischen dem Landesinneren und dem Meer bildete. Sklaven und Elfenbein wurden hier abgeladen, bevor sie nach weiter nach Arabien, Indien und Europa verschifft wurden. Die Architektur europäischen Ursprungs fällt langsam in sich zusammen, ist aber immer noch schön anzusehen. Der arabische Einfluss ist typisch für eine alte Stadt an der Swahili Coast.


Die Sehenswürdigkeiten Bagamoyos sind vor allem die alten deutschen Kolonialbauten sowie die Kaole Ruinen, mit einer der ältesten Moscheen in Ostafrika. Es gibt zwei Museen, das kleine Caravan Serai (Dokumentation über Sklaven Handel) und das Museum der katholischen Diözese, in dem der alte Glanz der Stadt wieder mit interessanten Schautafeln auflebt. Das College of Arts im Süden der Stadt ist eines der bekanntesten in Tansania, daher ist die Umgebung das zu Hause vieler Künstler.

Für weitere Informationen empfehlen wir einen Besuch bei den Kollegen des Freundeskreis Bagamoyo e.V., die mit kulturellem Austausch und anderen Programmen wichtige (freiwillige) Arbeit leisten.



Pangani


Pangani ist eine kleine Stadt im Nordosten Tansanias, die 45 km südlich von Tanga an der Mündung des Pangani River liegt. Dieser wichtige Fluss wird von den Bergen des Kilimandscharo und Meru gespeist, bevor sein Wasser in den indischen Ozean mündet. Die Stadt hat arabische, deutsche, asiatische und britische Einflüsse und ist ein Ort, an dem Swahili Traditionen und moderne Gastfreundschaft miteinander verschmelzen.


Pangani bietet eine wunderschöne Küste mit sauberen Stränden, an denen vom Aussterben bedrohte Schildkröten, Korallenriffe und eine große Vielfalt tropischer Meeresbewohner zu finden sind. Der Fluss Pangani fließt durch die Nordseite der Stadt und trennt die alten Gebäude und den heutigen Markt von den Bauernhöfen und kleinen Häusern auf der Südseite. Für die Überquerung des Flusses ist eine Fähre erforderlich. Das dunkelbraune Wasser ist stark voller Schlamm und schlängelt sich langsam in den Ozean. Zu beiden Seiten des Städtchens wellen Kokos Palmen und Sisal Plantagen zum Horizont.

Einst ein wichtiges Handelszentrum der Sultane auf dem afrikanischen Festland, so ist die Stadt heute ein verschlafenes kleines Nest. Das alte deutsche Verwaltungsgebäude steht noch immer hinter einer Kolonnade aus hohen Bäumen. Alte Häuser entlang der Hauptstraße bieten gute Beispiele kolonialer und traditioneller Swahili Coast Architektur. Die Altstadt lässt sich problemlos per pedes erkunden. Ein schöner Tagesausflug ist ein Besuch des Maziwe Marine Park Island, hier kann man Delphine beobachten und den warmen, türkis blauen Ozean am feinen Sandstrand genießen.